Hl. Isidor von Madrid

Isidor von Madrid, der am Ende des 11. und zum Beginn des 12. Jahrhunderts in Madrid lebte, war Bauer, Pächter auf dem Land eines Adligen. Über seine Lebenszeit gibt es unterschiedliche Angaben, entweder von etwa 1040 bis 1130 oder von 1082 bis 1172. Der Legende nach wurde er 90 Jahre alt, was sich in beiden Angaben widerspiegelt. Sein Todesjahr 1172 berechnet sich nach der Öffnung seines Grabes im Jahr 1212, bei der man seinen Leichnam unversehrt vorfand und die 40 Jahre nach seinem Tod erfolgt sein soll. Ende des 13. Jahrhunderts verfasste ein Diakon namens Johannes die Lebensgeschichte Isidors.

Vielleicht macht es uns stutzig, warum der Stadtheilige von Madrid Bauer ist. Wenn wir aber ein wenig über die Geschichte der Stadt nachlesen, erscheint uns das nicht mehr so seltsam. Madrid geht wahrscheinlich nicht auf eine Gründung der Römer zurück, erste historische Belege finden sich im 9. Jahrhundert. Damals waren große Teile Spaniens muslimisch. Im Jahr 711 hatten die Mauren das Westgotenreich erobert und auf der iberischen Halbinsel das muslimische Reich al-Andalus errichtet. Nur im Norden Spaniens konnten sich die Christen halten. Von dort begann die christliche Rückeroberung Spaniens, die Reconquista, die bis zum Jahr 1492 dauerte.

Im 9. Jahrhundert bestand Madrid aus einer maurischen Burg und einer Siedlung. Der Name des Ortes weist vermutlich auf den Wasserreichtum der dortigen Gegend hin. Im Jahr 1083 war die Reconquista in Madrid angekommen, Festung und Ort wurden von den Christen erobert. Eine muslimische Belagerung im Jahr 1109 blieb erfolglos, Madrid war fortan christlich. Der Ort wuchs zu einer Stadt, deren Aufstieg zu der Weltmetropole, als die wir sie heute kennen, jedoch erst begann, als die spanischen Könige im Jahr 1561 Madrid als Residenz und Hauptstadt wählten.

Zur Zeit Isidors war Madrid also durchaus ländlich geprägt und die Zeiten, in denen er lebte, waren ziemlich turbulent. Sie waren geprägt von den Kämpfen und Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen. Wahrscheinlich war die Bevölkerung noch lange Zeit gemischt, die christliche Herrschaft noch nicht gefestigt, sicher kam es zu Streit zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Es ist anzunehmen, dass der adlige Pachtherr, dem Isidor diente, das Land aufgrund seiner Verdienste bei der Reconquista erhalten hat, Land, das zuvor muslimischen Herren gehört hatte. Um das Land zu bestellen, warb er christliche Pächter an, von denen einer Isidor gewesen ist.

Um das Christentum in den neu erworbenen Gebieten zu festigen, bedurfte es Vorbilder für christliches Leben, besonders auch für die einfache Bevölkerung. Es ging darum, die Fruchtbarkeit des Landes zu steigern und somit die christliche Herrschaft abzusichern. Zugleich sollte der christliche Glaube das Volk einen und gegen die immer noch vorhandenen muslimischen Einflüsse stärken.

Gott ist es, der die Fruchtbarkeit des Landes schenkt und daher ist für einen guten Ertrag neben dem Fleiß der Bauern auch deren Frömmigkeit wichtig. Dass Gott selbst den Lohn der Frommen gibt, auch wenn diese sich mehr dem Gebet als der Arbeit widmen, macht eine Legende aus dem Leben des Heiligen Isidor deutlich. Sie sollte auch uns zu denken geben, die wir in einer Zeit leben, in der viele Menschen nur noch auf die eigene Leistung schauen und vergessen, dass auch Gott seinen Teil schenkt, wenn wir auf ihn vertrauen.

Neidische Nachbarn verklagten Isidor bei seinem Herrn und erzählten, dass Isidor vor lauter Frömmigkeit die Äcker und Weiden verkommen lasse. Der Pachtherr erschien persönlich, gerade als Isidor nach der Heiligen Messe die Kirche verließ. Isidor hörte den Tadel seines Herrn schweigend an. Am Ende bat er ihn, mit ihm aufs Feld zu gehen. Dort angekommen, sah der Herr, wie ein Gespann mit zwei weißen Stieren, das von einem Engel geführt wurde, in geraden, tiefen Furchen den Acker pflügte.

Obwohl selbst sehr arm, war Isidor ein sehr freigiebiger Mensch. Er half jedem, den er in Not sah. Selbst zu den Tieren war er gut, wovon eine weitere Legende erzählt, die uns gerade in der heutigen Zeit, in der die Zerstörung der Natur dramatische Ausmaße annimmt, zu denken geben sollte.

Zusammen mit seinem hartherzigen Nachbarn war Isidor im Winter mit einem Sack Getreide auf dem Rücken auf dem Weg zur Mühle. Da sahen sie einen großen Schwarm hungernder Vögel. Sogleich streute Isidor aus seinem Sack den Vögeln reichlich Futter hin. Der Nachbar aber war empört über diese Verschwendung guten Brotgetreides. Als aber später die Säcke der beiden vom Müller gemahlen wurden, brachte der halbe Sack Isidors zwei Säcke voll von feinstem Mehl, der volle Sack des Nachbarn aber brachte nur einen halben Sack schlechtes Mehl.

Isidor war verheiratet mit Maria de la Cabeza und hatte einen Sohn. Die Legende berichtet vom vorbildlichen christlichen Lebenswandel des Ehepaares. Eines der Wunder Isidors galt der Rettung seiner Familie. Eines Tages fiel sein kleiner Sohn Illan zusammen mit dem Körbchen, in dem er lag, in einen Brunnen. Die Mutter stand hilflos daneben und wusste nicht, wie das Kind zu retten sei. Da begann Isidor mit ihr inständig zu beten und das Wasser des Brunnens stieg bis zu dessen Rand und brachte das Kind in seinem Körbchen unversehrt an die Oberfläche. Isidors Frau zog sich bald nach diesem Wunder zurück und lebte ganz für Gott im Gebet. Sie verstarb im Ruf der Heiligkeit.

Isidor hatte ein langes Leben und soll seine Sterbestunde vorausgesagt haben. Als man nach 40 Jahren seinen Sarg öffnete, fand man den Leichnam unversehrt. Seine Gebeine wurden daraufhin in die Andreaskirche übertragen. Diese lag direkt neben dem Haus des Gutsherrn, in dem Isidor verstorben sein soll. Das Haus wurde im 17. Jahrhundert zu einer Kapelle umgebaut und ist heute Museum für Isidor und die Frühgeschichte von Madrid. Die daran angrenzenden Ländereien, die Isidor selbst bewirtschaftet hat, sind heute ein nach ihm benannter Friedhof und Park. Die Kirche San Isidro mit Friedhof und Park findet man, wenn man die Altstadt Madrids im Südwesten verlässt und den Fluss Manzanares auf der Puente de San Isidro überquert. So wird bis heute die Bedeutung dieses Heiligen für die Stadt Madrid deutlich.

Im Jahr 1620 wurden die Gebeine Isidors und seiner Frau in die ihm geweihte Jesuitenkirche im Zentrum von Madrid übertragen. Isidor wurde im Jahr 1619 seliggesprochen und am 12.März 1622 zusammen mit Ignatius von Loyola, Franz Xaver, Theresia von Avila und Philipp Neri durch Papst Gregor XV. heiliggesprochen. Er ist Patron der Bauern. Auch in Deutschland gibt es bis heute Isidorbruderschaften, die sein Andenken lebendig erhalten.

Charles de Foucauld

1858 in Straßburg geboren wächst Charles de Foucauld nach dem frühen Tod seiner Eltern bei seinem Großvater auf. Er ist ein begabter junger Mann, hochintelligent. Doch als Jugendlicher kann er mit dem Christentum nicht viel anfangen. Er sucht seine Erfüllung beim Militär. Nach dem Tod des Großvaters fällt ihm das gesamte Erbe der Familie zu. Charles wird zu einem Lebemann.

Charles ist ein Mensch der Extreme. Das Gewöhnliche kann ihm keine Erfüllung geben. Trotz seine Karriere beim Militär und seiner uneingeschränkten finanziellen Möglichkeiten bleibt er unzufrieden. Er reicht seinen Abschied beim Militär ein und bereist Algerien und Tunesien, die Länder, die ihn schon während seines Militärdienstes fasziniert haben und gelangt schließlich 1883 als einer der ersten Europäer in das bis dahin unzugängliche Marokko.

Im Alter von 28 Jahren kehrt er nach Frankreich zurück und lässt sich in Paris nieder. Diese Zeit ist gekennzeichnet von einer neu erwachten Suche nach Gott. Die Begegnung mit Abbe Huvelin verändert sein Leben. Charles erfährt eine tiefe Bekehrung. Von nun an sehnt er sich nach einem Leben als Ordensmann, will eine eigene Gemeinschaft gründen, schreibt eine Ordensregel, die aber in ihrer Strenge nicht praktikabel erscheint.

Er bricht zu einer Pilgerreise ins Heilige Land auf. Das Weihnachtsfest 1888 feiert er in Betlehem. In Nazaret bleibt er für längere Zeit. Er erkennt seine Berufung darin, das einfache Leben nachzuahmen, das Jesus von seiner Geburt bis zu seinem ersten öffentlichen Auftreten in Nazaret geführt hat, unscheinbar, im Gehorsam seinen Eltern gegenüber.

So arm und so klein sein, wie Jesus es in Nazaret war. … Wenn ich nicht klar sehe, mich fragen, was Jesus in Nazaret getan hätte und mich danach richten.

Jesus hat den allerletzten Platz gewählt, den keiner ihm jemals streitig machen kann.

Dieser letzte Platz ist für Charles de Foucauld das Ziel seiner Nachfolge. Nicht der Jesus, der mit seinem öffentlichen Auftreten die Menschen begeistert hat, ist sein Ideal, sondern das einfache Leben Jesu in Nazaret. Er möchte eine Gemeinschaft gründen, die genau dieses Leben führt. Ein Leben in Gehorsam, Stille und Gebet, ohne Predigttätigkeit, zurückgezogen, und ernährt von der Arbeit der eigenen Hände.

Zunächst scheint Charles dieses Leben in einem Trappistenkloster gefunden zu haben, doch bevor er die ewigen Gelübde ablegt, verlässt er das Kloster, kehrt wieder nach Nazaret zurück. Er schreibt eine Regel für die „Kleinen Brüder“. Das Zentrum seines Lebens und das seiner Gemeinschaft soll die Eucharistie sein. Charles spürt den Ruf, Priester zu werden, im Jahr 1901 wird er in Paris zum Priester geweiht.

Bald darauf reist Charles nach Afrika, in Beni Abbes in der Sahara gründet er sein erstes bescheidenes Kloster, doch er bleibt allein. Er merkt, dass dies noch nicht sein Platz ist. Im Jahr 1903 hört er von den Tuareg, einem Stamm weiter im Inneren Afrikas. 1904 errichtet er ein Kloster in Tamanrasset, um inmitten dieses Volkes zu leben. Die Menschen, allesamt Muslime, respektieren ihn. Er lebt dort bis zu seinem gewaltsamen Tod am 1.12.1916.

Heiliger Martin

Der heilige Martin ist bekannt für seine Hilfsbereitschaft, als er mit einem armen Bettler seinen Mantel teilte. Doch dies war kein einmaliges Ereignis. Sein ganzes Leben war geprägt von der Liebe zu den Menschen. Die Kraft dieser Liebe kam aus seiner ständigen Verbindung mit Gott.

Erfahren Sie hier mehr über den Hl. Martin:

http://www.praedica.de/Heilige-Feste/1111_Martin.htm

Allerseelen

Heute an Allerseelen denken wir besonders an unsere Verstorbenen. Wir glauben daran, dass unser Gebet für sie nicht sinnlos ist, sondern dass Gott ihrer gedenkt und ihre Sünden verzeiht. Besonders wichtig ist es, dass wir unseren Verstorbenen vergeben. So können sie und auch wir selbst Frieden finden.

Einen der ersten biblischen Belege für die Wirksamkeit des Gebetes für die Verstorbenen finden wir in der Lesung aus dem Buch der Makkabäer. Wir befinden uns im 2. Jhd. v.Chr., einer Zeit, in der sich die Juden gegen die Übergriffe der hellenistischen Welt zur Wehr setzen mussten. Ihr Glaube war bedroht durch die Grausamkeit fremder Herrscher, aber mehr noch durch die Verlockungen der hellenistischen Kultur.

Es war auch eine Zeit, in der manche alte Glaubensüberzeugungen nicht mehr taugten. Früher zu Zeiten der Könige glaubten die Juden, dass Gott den Gerechten bereits in diesem Leben für seine Gerechtigkeit belohnen wird. Doch immer mehr wurde deutlich, dass es oft den bösen Menschen, die gewalttätig und habgierig sind und es verstehen, sich bei den Mächtigen einzuschmeicheln, besser geht als den Gerechten, die aufgrund ihrer Geradlinigkeit auf vieles verzichten müssen.

Immer mehr kam daher der Glaube auf, dass Gott wenn nicht in diesem Leben, so doch in einer zukünftigen Welt für Gerechtigkeit sorgen wird. Der Glaube an eine Auferstehung der Toten kam in Teilen des Judentums auf. Für diesen neuerwachten Glauben geben die Makkabäerbücher Zeugnis. Hier wird davon berichtet, dass in einer der zahlreichen Schlachten, die die Juden gegen ihre Feinde führten, besonders viele Kämpfer gestorben sind. Als man sie bestattet, entdeckt man, dass sie alle Amulette einer heidnischen Gottheit tragen. Sie haben ihre Hoffnung also nicht auf den Gott Israels, sondern auf fremde Götter gesetzt. Judas, der Anführer der Juden, sieht sie deswegen aber nicht für verloren, sondern er lässt eine Sammlung durchführen und das Geld als Opfergabe für die Verstorbenen nach Jerusalem senden.

Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung. Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. (2Makk 12,43-44)

Der Glaube an die Auferstehung der Toten gibt Hoffnung, Hoffnung darauf, dass die Gerechten ihren Lohn finden, aber auch die Hoffnung, dass Gott den Menschen verzeihen wird und sie nicht auf ewig verloren sind.

Immer wieder stellen sich Menschen die Frage: Was kommt nach dem Tod? Oder anders gefragt: Kommt überhaupt etwas nach dem Tod? Hat der Mensch nur dieses Leben, in das er aus dem Nichts kommt und dorthin wieder verschwindet? Oder stehen wir in einem Kreislauf des ewigen Geboren-Werdens und Vergehens und leben wir immer neue Leben zu verschiedenen Zeiten? Oder gibt es wirklich so etwas wie das ewige Leben bei Gott, an das die Christen glauben?

Was nach dem Tod sein wird, das werden wir erst erfahren, wenn wir selber dort angelangt sind. Für jetzt bleibt der Glaube daran, dass es einen Gott gibt, der uns liebt, der uns in seinem Sohn erlöst hat, der uns einmal immer bei sich haben möchte und mit ewigem Glück und unvergänglicher Freude beschenken möchte. Die Hoffnung, dass wir diesem Gott vertrauen dürfen und dass das, woran wir glauben, auch wirklich existiert. Der Glaube an Jesu Wort:

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. (Joh 11,25-26)

Jesus ist Auferstanden. Er selbst ist die Auferstehung und das Leben und wer an ihn glaubt hat Teil an seiner Auferstehung und seinem Leben.

Allerheiligen

Jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1Joh 3,2)

Das Ziel der Heiligkeit ist nichts Geringeres als die Schau Gottes. Wir glauben, dass Gott die Fülle von allem Guten ist. Er ist die Liebe, die Weisheit, in ihm ist das Leben. Wer ihn schaut, sieht die Liebe, wer ihm nahe kommt, hat das Leben und alle Erkenntnis.

Durch die Liebe sind wir schon hier auf Erden mit Gott verbunden. Jeder Mensch ist von Gott gut geschaffen, ist Gottes geliebtes Kind und gleicht einem vollkommenen Kristall, der unheimlich wertvoll ist. Doch in der Dunkelheit kann selbst der vollkommenste Kristall seine Schönheit nicht entfalten. Er braucht das Licht, das ihn zum Leuchten bringt. Dieses Licht hat der Mensch nicht aus sich selbst, sondern es kommt von Gott. Wenn der Mensch sich von Gottes Licht, von seiner Gnade, seiner Liebe und Güte bestrahlen lässt, dann wird er in Licht verwandelt, das Licht Gottes strahlt durch ihn in die Welt. Das ist das Geheimnis der Heiligkeit, zu der jeder Mensch berufen ist.

Dieses Leuchten wird seine Vollendung finden im neuen Leben aller Heiligen bei Gott. Wir werden dann sehen, dass wir mit all unserem Streben nach Heiligkeit noch unendlich weit entfernt waren von Gottes Heiligkeit. Doch seine Gnade wird diesen Spalt überbrücken. Und da selbst der größte Heilige auf Erden noch so unendlich weit von Gott entfernt ist, wird es im Himmel keinen Unterschied mehr geben zwischen den großen und den kleinen Heiligen. Alle wird Gott zu sich führen und ihnen seine Nähe schenken und alle werden ihn sehen wie er ist. Im Angesicht Gottes wird es kein mehr und weniger, kein größer und kleiner geben. Gott bringt alle zum Staunen und das eine Ewigkeit lang. Er wird all unsere Sehnsucht in alle Ewigkeit erfüllen, wir werden in unfassbarem Glück leben und wir werden ein nie endender Lobpreis Gottes sein.

Wir werden ihn sehen, wie er ist.

Das Ziel der Heiligen: Gott schauen, wie er ist. Welche Gedanken kommen Ihnen bei diesen Worten?

Antonius Maria Claret

Mein Gott und Vater!
Lass mich dich erkennen und bewirken, dass du erkannt wirst.
Lass mich dich lieben und bewirken, dass du geliebt wirst.
Lass mich dir dienen und bewirken, dass dir gedient wird.
Lass mich dich loben und bewirken, dass du von allen Geschöpfen gelobt wirst.
Gewähre mir, Vater, dass alle Sünder sich bekehren, alle Gerechten in der Gnade verharren und wir alle die ewige Herrlichkeit erlangen.
Amen.

Paul vom Kreuz

Ich möchte der ganzen Welt sagen, dass man doch erkenne, welch große Gnade Gott in seinem Erbarmen erweist, wenn er Leiden schickt, vor allem, wenn das Leiden ohne Trost ist. Denn dadurch wird die Seele wie Gold im Feuer gereinigt. sie wird schön und leicht, um so den Höhenflug zu ihrem höchsten Gut anzutreten, das heißt, zur seligen Umformung zu gelangen, ohne es jedoch wahrzunehmen. Sie trägt das Kreuz mit Jesus und weiß es nicht. (Paul vom Kreuz)