Ostern

Am Ostermorgen, als endlich die Sabbatruhe vorüber ist, brechen drei Frauen in aller Frühe auf, und machen sich auf den Weg zum Grab Jesu. Sie haben Jesu Tod am Kreuz miterlebt und beobachtet, wohin der Leichnam Jesu gelegt wurde. Nun haben sie in aller Eile Salböl gekauft und wollen damit dem Leichnam Jesu die letzte Ehre erweisen.

Markus betont, dass es nach der Sabbatruhe der frühestmögliche Zeitpunkt ist, an dem die Frauen zum Grab gehen, um den

Leichnam Jesu zu salben. Sie müssen sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet haben, vielleicht haben sie sogar die ganze Nacht hindurch gewacht, damit sie den ersten Sonnenstrahl nicht verpassen, der ihnen erlaubt, die Sabbatruhe zu beenden.

Doch am Grab ist alles so sonderbar. Sie müssen erkennen, das alles anders läuft, als sie es erwartet hatten, dreimal. Die erste Sorge der Frauen war, wie sie in das Grab kommen können. Der Stein, der es verschloss, war so schwer, dass sie es selbst zu dritt nicht geschafft hätten. Doch als sie ans Grab kommen, sehen sie, dass der Stein bereits weggewälzt ist.

Die Frauen kamen zum Grab, um dort dem Leichnam Jesu die letzte Ehre zu erweisen. Doch der Leichnam Jesu ist weg, das Grab ist leer. Stattdessen sitzt da ein Engel, der bereits auf sie zu warten scheint. Diese Begegnung erschreckt sie. Damit haben sie nicht gerechnet. und einem Engel begegnet man ja nicht alle Tage. Jesus ist nicht mehr da, der Engel sagt ihnen, dass er auferstanden ist. Sie verstehen nicht, was das zu bedeuten hat.

Diese Botschaft des Engels aber ist das Entscheidende, das Markus jedem Leser seines Evangeliums ans Herz legt. Das Grab Jesu ist leer. Der gekreuzigte ist Auferstanden. Das bedeutet, er lebt! Der Tod ist überwunden, er hat keine Macht mehr über die Menschen. Alle Bosheiten und Anfeindungen der Menschen, alle Drohungen und Hinrichtungen können den Glauben an diesen Jesus nicht erschüttern. Jesus lebt und jeder, der glaubt, lebt mit ihm. Alles Irdische ist vergänglich, alle irdische Macht begrenzt. Die Kraft des Glaubens aber ist unbegrenzt und Gott ist ewig. Wer sich an ihn hält, braucht sich nicht zu fürchten, nicht einmal vor dem Tod.

Christus ist von den Toten erweckt,
der Erstling der Entschlafenen.
Der Erstgeborene der Schöpfung,
der Schöpfer all dessen, was ist,
hat die verdorbene Natur unseres Geschlechts
in sich erneuert.
Nicht mehr der Tod übt die Herrschaft aus,
sondern der Gebieter über das All
hat seine Macht vernichtet.
(Gebet der Ostkirche)

Osterwoche (3)

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen. (Mt 28,9-10)

Als sich die Frauen in aller Eile auf den Weg zu den Aposteln machen, kommt ihnen Jesus entgegen. Sie fallen ihm zu Füßen. Er wiederholt den Auftrag, den ihnen schon der Engel gegeben hat. Die Szene ist dem Bericht ähnlich, den wir bei Johannes über die Begegnung Jesu mit Maria Magdalena lesen. Dort ist Maria Magdalena allein mit Jesus, und als sie sich ihm zu Füßen wirft sagt Jesus zu ihr: Halte mich nicht fest.

Hier lässt Jesus sich von den Frauen berühren. Dar Auferstandene ist keine Fata Morgana, eine Sinnestäuschung oder Ähnliches. Er ist konkret gegenwärtig. Das wollen auch die Berichte der anderen Evangelisten zeigen, wenn Jesus dort mit den Jüngern isst oder Thomas die Hand in seine Seite legen lässt.

Matthäus will seinen Lesern deutlich machen, dass Jesus wirklich gestorben ist. Sein Tod am Kreuz ist sicher, ein Scheintod ausgeschlossen. Jesus konnte auch nicht heimlich aus dem Grab entkommen, es war mit einem Stein verschlossen und wurde bewacht. Jesu Auferstehung muss also ein reales, von Gott gewirktes Geschehen sein.

Jesus hat den Tod besiegt, aber nicht nur für sich, sondern für alle Menschen. Das wird bei Matthäus auch dadurch deutlich, dass er bei Jesu Kreuzigung davon berichtet, dass viele Verstorbene plötzlich in der Stadt erschienen sind. Diese Sichtbarkeit der Auferstehung verwundert uns. Ja, wir glauben an die Auferstehung, aber doch stellen wir es uns eher als ein verborgenes Ereignis vor, etwas, das mit dieser Welt nichts mehr zu tun hat, etwas Jenseitiges.

Aber gibt es diese strenge Trennung von Diesseits und Jenseits? Ist nicht das Reich Gottes mitten unter uns? Ist es nicht ein Reich, das sowohl aus den lebenden Gläubigen besteht als auch aus den Verstorbenen? Die Menschen früherer Zeiten wussten darum. Die Statuen der Heiligen in den Kirchen des Mittelalters sind keine toten Gestalten, sondern sie zeigen uns die konkrete Anwesenheit der Heiligen inmitten der versammelten Gemeinde.

Diesseits und Jenseits sind auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden und diese Verbindung ist konkret erfahrbar. So wie die Frauen Jesus berühren konnten, so kann auch für uns die jenseitige Welt konkret erfahrbar werden. Gewiss, das ist etwas Besonderes, aber es ist nichts Außergewöhnliches.

Die Himmel mögen sich freuen, die Erde jubeln

und feiern die ganze Welt,

die sichtbare und die unsichtbare,

denn Christus ist erwacht. Ewige Freude!

Christus erstand von den Toten!

(Gebet der Ostkirche)

Osterwoche (2)

Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. (Mt 28,5-8)

Was der Engel sagt, ist unfassbar. Jesus ist nicht mehr da. Obwohl das Grab verschlossen und bewacht war, hat Jesus es verlassen. Er ist auferstanden. Noch wissen die Frauen nicht so recht, was das bedeutet. Die Frauen empfinden Furcht und Freude zugleich, ein heiliger Schauder hat sie ergriffen angesichts der Macht Gottes, die hier am Wirken ist. Doch der Engel nimmt ihnen die Furcht und sendet sie zu den Aposteln.

Obgleich du ins Grab hinabgestiegen bist, Unsterblicher, hast du doch der Unterwelt Kraft gebrochen und bist auferstanden als Sieger Christus, unser Gott, der du zu den Myronträgerinnen gesagt hast „Freuet euch!“ und deinen Aposteln Frieden gegeben hast, schenke den Gefallenen Auferstehung. (Gebet der Ostkirche)

Ja, es ist wahr, Jesus ist auferstanden, Jesus lebt, in ihm haben wir das Leben, als Lebende und als Verstorbene, es gibt keinen Unterschied mehr, alle leben in Christus.

Osterwoche (1)

Nach dem Sabbat in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. (Mt 28,1)

Bei Matthäus sind es nur zwei Frauen, die kommen, um nach dem Grab Jesu zu sehen. Bei Markus und Lukas sind sie zu dritt, neben Maria aus Magdala ist auch eine andere Maria (die Mutter des Jakobus) dabei und Salome (Markus) bzw. Johanna (Lukas). Bei Johannes kommt nur Maria Magdalena zum Grab. Auch haben die Frauen nur bei Markus und Lukas wohlriechende Öle bei sich. Matthäus folgt hier also mehr einer Vorlage, die auch Johannes verwendet haben könnte. Das wird auch in der späteren Erscheinung Jesu vor den Frauen deutlich. Diese Begegnung erweitert Johannes zu der bekannten Episode der Erscheinung Jesu vor Maria aus Magdala.

Maria aus Magdala und die andere Maria waren bereits bei der Beisetzung Jesu zugegen und haben beobachtet, wie Josef von Arimathäa das Grab mit einem Stein verschlossen hat. Dann kamen die von den Hohenpriestern bei Pilatus angeforderten Wachen. Als Maria von Magdala und die andere Maria am dritten Tag wieder zum Grab kommen, ist der Stein immer noch dort. Das Grab ist also äußerlich unversehrt. Es ist gänzlich ausgeschlossen, dass in der Zwischenzeit irgendjemand heimlich den Leichnam Jesu hätte stehlen können. Wahrscheinlich kursierten bereits damals Gerüchte, dass die Sache mit der Auferstehung ein gut ausgedachter Betrug der Jesusanhänger gewesen sein könnte. Doch es gibt Beweise, Augenzeugen. Die Auferstehung Jesu ist somit eine historisch belegbare Tatsache.

Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee. (Mt 28,2-3)

Der Stein lag also noch vor dem Grab, als die beiden Frauen gekommen sind. Doch dann geschah etwas Außergewöhnliches. Ein gewaltiges Erdbeben entstand und ein Engel mit einem himmlisch-weißen Gewand erschien und plötzlich war das Grab offen, der Stein weggewälzt. Ein Erdbeben gab es bereits bei Jesu Tod. Mit seinem Tod und seiner Auferstehung bringt Jesus die Unterwelt ins Wanken. Nach altem jüdischem und antikem Glauben war die Unterwelt der Ort der Toten, das Totenreich, aus dem es kein Entrinnen gab.

Auch Jesus geht den Weg aller Verstorbenen, den Weg, vor dem sich bis heute viele fürchten, weil er für uns Menschen ganz im Dunkeln liegt und noch keiner von ihm zurückgekehrt ist. Doch Jesu Eintritt erschüttert die Festung des Todes. Er reißt die Tore des Hades heraus, er öffnet einen Weg, auf dem die Gefangenen diesen schaurigen Ort verlassen können.

Von jetzt an ist der Weg der Verstorbenen keine Sackgasse mehr, die Unterwelt kann die Toten nicht länger gefangen halten. Es wird ein Durchgang frei in die lichte Weite der Auferstehung. Jesus ist als erster diesen Weg gegangen. Er nimmt alle mit, die hier so lange ausharren mussten. Ab sofort ist der Tod der Durchgang zu neuem Leben.

Osterfest

Wir sind mit Christus auferweckt, neues Leben ist uns allen geschenkt.

Auferstehung – das Leben Jesu geht weiter, im Leben jedes einzelnen Menschen.

Jesus Christus, Hoffnung der Welt, jeder Mensch der in Christus lebt, ein Hoffnungsträger.

Was Jesus einst getan hat, kann auch heute geschehen.

Wir sind mit Christus auferweckt, leben wir, wie er es getan hat.

Auferstehung – Sieg des Lebens, das Reich Gottes ist mitten unter uns.

Ostern, Fest der Freude!

Geht alle ein in die Freude unseres Herrn. Arme und Reiche – freut euch miteinander. Enthaltsame und Nachlässige – ehrt diesen Tag. Die ihr gefastet und nicht gefastet habt – freut euch. Der Tisch ist reichlich gedeckt, genießt alle davon.

Erquickt euch alle am Gastmahl des Glaubens. Empfangt alle vom Reichtum der Barmherzigkeit. Es klage niemand über seine Armut, denn das Reich ist für alle erschienen. Es beweine niemand seine Sünden, denn die Vergebung strahlt hervor aus dem Grabe. Es fürchte keiner den Tod, denn befreit hat uns der Tod des Erlösers.

Vernichtet hat den Tod, er, der von ihm umfangen. Abgenommen hat der Hölle die Beute, er, der zur Hölle hinabfuhr. Die Bitterkeit hat er sie spüren lassen, da sie von seinem Fleische genossen. …

Erstanden ist Christ, und der Tod ist gestürzt. Erstanden ist Christus und gefallen sind die Dämonen. Erstanden ist Christus und es freuen sich die Engel. Erstanden ist Christus und das Leben ist befreit. Erstanden ist Christus und von den Toten ist keiner mehr im Grab.

Denn Christ ist erstanden von den Toten und als Erstling der, die Entschlafenen. Ihm sei Ehre und Macht in Ewigkeit. Amen.

(Johannes Chrysostomus)

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest und die Freude des Auferstandenen!

Osterevangelium

Surrexit_1Die Frauen um Maria kamen dem Tagesanbruch zuvor, fanden den Stein vom Grabe weggewälzt, und sie hörten vom Engel: ihn, der wohnt in ewigem Lichte, was sucht ihr ihn bei den Toten wie einen Menschen? Seht doch die Leichentücher. Lauft und verkündet der Welt, dass erstanden ist der Herr, dass er getötet den Tod. Denn er ist der Sohn Gottes, der die Menschheit errettet.

Gebet der Ostkirche

Das Grab ist offen, leer, aber doch ist der Ort erfüllt von der frohen Botschaft: Christus lebt. Er ist auferstanden. Der Ort des Todes gibt Zeugnis vom Leben. Er, der tot ins Grab gelegt wurde, lebt wieder. Wie muss das damals gewesen sein. Nach der Verwirrung und Trauer des Karfreitags die neue Hoffnung des Ostermorgens! Den Frauen begegnet ein Engel – nach Lukas sind es sogar zwei, die den Frauen zurufen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten!“ Dann begegnet ihnen auch Jesus selbst. So wird die Hoffnung zur Gewissheit, an der es keinen Zweifel mehr gibt. Jesus hat die Seinen nicht verlassen, sondern er bleibt bei ihnen, wie er es versprochen hat.

Frauen, deren Zeugnis in der damaligen Zeit praktisch nichts galt, macht der Herr zu den ersten Zeuginnen seiner Auferstehung. Wo aber sind die Zwölf? Schon sonderbar. Wenn wir in den Evangelien zwischen den Zeilen lesen, müssen wir wohl davon ausgehen, dass zumindest einige der Apostel aus Jerusalem geflohen sind in ihre Heimat Galiläa. Sie mussten damit rechnen, dass die jüdischen Anführer auch nach ihnen fahnden werden. Hätten sie sich in die Nähe des zudem noch bewachten Grabes begeben, hätte ihnen sicher eine Verhaftung gedroht.

Bei Lukas heißt es am Ende des Abschnitts über das leere Grab, dass Petrus nach dem Bericht der Frauen auch dorthin gegangen ist, aber außer dem leeren Grab nichts gesehen hat. Erst in Lk 24,24 sagt einer der Jünger: „Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.“ Bei Markus und Matthäus lesen wir, dass die Jünger nach Galiläa gehen sollen, wo sie den Auferstandenen sehen werden. Johannes berichtet von einer Erscheinung in Jerusalem, aber im Anhang zum Evangelium ist von einer Erscheinung am See von Tiberias die Rede. Gerhard Lohfink schreibt:

Wir können mit guten Gründen davon ausgehen: Petrus, der mit dem engeren Jüngerkreis nach Galiläa geflohen war, hatte dort eine Erscheinung des Auferstandenen. Diese zerstöre alle Zweifel und machte Petrus zu einem der ersten Osterzeugen. Offensichtlich gingen das hohe Ansehen und die führende Rolle des Petrus in der Urkirche unter anderem auf diese Erscheinung zurück. An die Erscheinung vor Petrus schlossen sich dann andere Erscheinungsphänomene an, auch in Jerusalem.

Warum aber verschweigt Lukas im Gegensatz zu seiner Vorlage bei Markus, die er sicher gekannt hat, die Erscheinung in Galiläa? Für ihn war Jerusalem von zentraler Bedeutung für Gottes Königsherrschaft. Jerusalem ist die Stadt der Könige und Propheten Israels und daher errichtet Gott hier seine Herrschaft durch die Inthronisation des Messias am Kreuz. Hier müssen sich alle wichtigen Ereignisse abspielen und wir werden dann ja auch sehen, wie nach der wohl sehr schnellen Rückkehr der Apostel hier an Pfingsten die Kirche als Volk Gottes entstanden ist.

Entscheidend ist, dass durch die Erscheinungen des Auferstandenen die Apostel in ihrem Glauben gefestigt wurden und durch die Kraft, die in diesen Begegnungen lag, bereit waren, zu Grundsteinen des neuen Gottesvolkes zu werden. Aus dieser Begegnung mit dem Auferstandenen haben seine Zeugen die Kraft, das Evangelium zu verkünden, bis heute. Paulus berichtet davon, wie sehr ihn die Begegnung mit dem Auferstandenen vor Damaskus verändert hat. Jesus begegnet den Menschen – auch heute!

Ostern

Ostern_04

Christus erstand von den Toten, er zertrat den Tod durch den Tod, und denen in den Gräbern schenkte er das Leben.

Dieser Gebetstext der orthodoxen Kirche wird lebendig, wenn wir die Auferstehungsikone betrachten. Christus der Auferstandene, tritt die Tore der Unterwelt nieder. Kreuzförmig liegen die Türflügel zu seinen Füßen, was darauf hinweist, wie er es geschafft hat, diese Tore aus den Angeln zu heben: durch das Kreuz, das Werkzeug des Todes, hat er den Tod besiegt.

So liegt denn auch der Tod, durch eine schaurige Figur symbolisiert, gefesselt am Boden und seine Werkzeuge liegen verstreut umher. Er kann sie nicht mehr gebrauchen. Vielmehr weist ihn ein Engel deutlich darauf hin, wer nun die Herrschaft über sein Reich übernommen hat: der Auferstandene Christus. Er holt die aus den Gräbern, die seit Urzeiten darin gefangen sind. Adam und Eva stehen für alle Menschen, die der Tod seit Anbeginn der Welt unter seiner Macht hatte. Sie sind nun frei, frei mit Christus in das Leben einzugehen.

Christus kommt, um den gefangenen Adam und die mitgefangene Eva von ihren Schmerzen zu erlösen, er, zugleich Gott und der Eva Sohn. Er fasst Adam bei der Hand und spricht: „Wach auf, Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein! (Eph 5,15) Ich habe dich nicht geschaffen, damit du im Gefängnis der Unterwelt festgehalten wirst.

Zum Leben hat uns Gott erschaffen und um uns dieses Leben zu schenken, ging Gott selbst in den Tod. Doch der Tod konnte ihn nicht bezwingen. Das Leben ist stärker als der Tod. Christus hat für uns alle den Sieg über den Tod errungen, damit wir mit ihm zusammen leben. Christus wollte nicht für sich alleine auferstehen, sondern will uns alle in seiner Auferstehung zum Leben rufen in seinem Reich.

Halleluja! Jesus lebt und er hat uns das Leben neu geschenkt! Freuen wir uns, dass wir mit Christus Sieger sind über den Tod! Halleluja!

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest und die Freude des Auferstandenen!