Gerecht aus Glauben (2)

Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm 5,8)

Paulus schreibt im Römerbrief von der Liebe Gotts den Menschen. In dieser Liebe hat Gott seinen Sohn dahingegeben, um die Menschen zu erlösen. Er hat die Sünde der Welt hinweg genommen und den Menschen von einem Feind Gottes zu einem Freund Gottes gemacht. All dies hat Gott für uns getan, als wir noch Sünder waren. Jetzt aber, nachdem er uns durch den Tod Jesu Christi gerecht gemacht hat und wir Freunde Gottes sind, wieviel mehr Liebe wird er uns da noch schenken! Versuchen wir uns immer wieder neu, Gottes grenzenlose Liebe zu uns Menschen vorzustellen. Johannes Chrysostomus sagt:

Man muss also, will der Apostel sagen, um den Glauben an Gottes Liebe zu festigen, nicht an den Tod Christi allein denken, sondern auch an das, was uns durch diesen Tod zuteil geworden ist. Schon das allein, dass er für uns, die wir im Zustand der Sünde waren, gestorben ist, war der höchste Erweis von Liebe. Wenn aber klar wird, dass er in seinem Tod uns noch beschenkt, so reich beschenkt, uns, solch unwürdige Menschen beschenkt, dann offenbart das ein Übermaß von Liebe und muss den Schwachgläubigsten zum Glauben bringen. Denn kein anderer ist es ja, der uns retten soll, als der, welcher uns, als wir noch Sünder waren, so geliebt hat, dass er sich selbst dahingab. …

Jetzt aber sind wir Gottes Freunde geworden, und wenn Gott mit uns als Feinden so schonend verfuhr, dass er seinen Sohn nicht verschonte, wie sollte er nicht auf unserer Seite stehen, nachdem wir seine Freunde geworden sind und es nicht mehr gilt, den Sohn dahinzugehen? Dass einer einen andern oft nicht rettet, kommt daher, dass er es entweder nicht will, oder, wenn er es will, nicht kann. Keines von beiden lässt sich von Gott sagen, nachdem er seinen Sohn dahingegeben hat. Dadurch hat er gezeigt, dass er uns retten will und dass er es auch kann. Er hat es dadurch gezeigt, dass er uns als Sünder gerechtfertigt hat. Was kann uns also noch ein Hindernis sein, die zukünftigen Güter zu erlangen? Gar nichts.

Die Liebe Gottes, die uns Jesus Christus offenbart hat,

sei vor unseren Augen ein lockendes Ziel,

in unseren Herzen die treibende Kraft

und unter unseren Füßen der tragende Grund.

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