Hl. Emmeram (+ 652)

Es waren unruhige Zeiten als Bischof Emmeram von seiner Heimat Poitiers in Südfrankreich zu einer Missionsreise gen Osten aufbrach. Er war eigentlich auf der Durchreise zu den heidnischen Awaren, als ihn Herzog Theodo überredete, in Regensburg zu bleiben. Er widmete sich nun der Stärkung des Christentums in Regensburg und im weiteren Umland. 

Am Herzogshof zu Regensburg ereignete sich damals eine dramatische Liebesgeschichte. Uta, die Tochter Herzog Theodos, hatte eine heimliche Liebesbeziehung mit dem Sohn eines herzoglichen Richters und erwartete von diesem ein Kind. Nun fürchteten beide den Zorn des Herzogs. Um die beiden Liebenden zu decken, war Emmeram bereit, sich selbst als Vater des Kindes auszugeben. Er brach zu einer Pilgerreise nach Rom auf und wollte nach seiner Rückkehr die Angelegenheit beim Herzog gerade rücken. Doch es kam anders.

Kurz nach seinem Aufbruch erzählte Uta ihrem Vater die mit Emmeram vereinbarte Geschichte. Wutentbrannt setzte der Herzogssohn Lantpert daraufhin Emmeram nach, holte ihn beim heutigen Kleinhelfendorf südöstlich von München ein und ließ ihn auf eine Leiter binden und Emmeram zu Tode martern.

Als Herzog Theodo von seiner Tochter die Wahrheit erfuhr, ließ er den Leichnam Emmerams nach Regensburg überführen und bereitete ihm im Kloster St. Georg, dem späteren Kloster St. Emmeram, eine würdige Ruhestätte. Dort wird der Hl. Emmeram bis heute als Heiliger verehrt.

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