Der Zöllner Zachäus

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Dann kam er nach Jericho und ging durch die Stadt. (Lk 19,1)

Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Jericho ist die letzte größere Stadt vor Jerusalem, bevor der Weg durch unwegsames Gelände von der Jordansenke in das judäische Bergland hinaufführt. In allen Evangelien geschieht vor dem Einzug Jesu in Jerusalem noch einmal ein bedeutendes Wunder. Bei Johannes ist es die Auferweckung des Lazarus in Betanien, bei den Synoptikern ist Jericho die letzte Station Jesu vor Jerusalem. Sie berichten uns von der Heilung eines Blinden (bei Matthäus sind es zwei) in dieser Stadt, Markus nennt diesen Blinden mit Namen, Bartimäus, und macht ihn so zu einem der großen „Stars“ der Evangelien. Bei den anderen bleibt er namenlos. Lukas erwähnt als einziger Evangelist einen anderen „Star“, der in Jericho ein ganz besonderes Erlebnis mit Jesus hatte.

Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. (Lk 19,2)

Zachäus war ein beim ganzen Volk verhasster Mensch. Wir werden in den nächsten Versen sehen, dass sich diesmal nicht nur die besonders frommen Juden über die Begegnung Jesu mit diesem Menschen aufregen, sondern das ganze Volk. Zachäus gehörte zu den Zöllnern, ja er war sogar der oberste Zollpächter der Stadt. Wie wir wissen, durften Zöllner damals eigentlich nur den festgesetzten Zoll abkassieren, den sie an die römische Besatzungsmacht abzuliefern hatten, sie kannten aber ihre speziellen Tricks, wie sie die Menschen betrügen konnten, um selbst mehr Gewinn zu machen. Mit gefälschten Gewichten beispielsweise wird die zu verzollende Ware natürlich schwerer und teurer. So hatte Zachäus, wie viele seiner Kollegen, auf Kosten seiner Landsleute ein beträchtliches Vermögen angehäuft.

Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. (Lk 19,3-4)

Zachäus war klein. Er ist vielleicht der einzige Mensch in den Evangelien, dessen Körpergröße wir bis heute kennen. Dies mag zum einen daher kommen, dass Lukas uns verständlich machen will, warum er auf einen Baum steigen muss, um Jesus zu sehen. Wir können uns aber auch vorstellen, dass Zachäus zur Gemeinde der frühen Christen gehört hat und man seine Geschichte, die Lukas dann in seinem Evangelium aufgenommen hat, gerne als Anekdote erzählte. Schaut mal, da ist der Zachäus. Er hat Jesus persönlich getroffen. Frag ihn mal, wie es damals war. So ähnlich können wir uns ein Gespräch unter den ersten Christen vorstellen.
Zachäus ist neugierig. Er will Jesus sehen. Hat er eine besondere Erwartung an ihn, oder ist es einfach nur der Wunsch, diesen Wunderheiler, von dem die Leute so viel erzählen, mit eigenen Augen zu sehen? Wir wissen es nicht. Es muss damals ein ganz schönes Gedränge gegeben haben, als Jesus durch Jericho zog. Wir können uns gut vorstellen, wie Zachäus hinter den Menschen, die dicht gedrängt an der Straße standen, immer wieder hochgehüpft ist, um doch einen Blick auf Jesus zu erhaschen. Durch die Menge hindurch nach vorne ist er nicht gekommen. Er wurde sofort erkannt und überall, wo er durchschlüpfen wollte, schlossen sich die Menschen noch fester zusammen.
Da sieht Zachäus diesen Baum und er weiß, dass seine einzige Chance, Jesus zu sehen, darin besteht, auf eben diesen Baum zu klettern. Ihm ist es in diesem Moment egal, dass er sich damit zum Gespött der Menschen machen könnte. Er muss Jesus einfach sehen, koste es, was es wolle.

Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. (Lk 19,5-6)

Zachäus musste Jesus unbedingt sehen, und genau deshalb muss Jesus auch unbedingt in seinem Haus zu Gast sein. Jesus sieht in ihm nicht den verhassten Zöllner, sondern einen von Gott geliebten Menschen. Jesus hat bemerkt, dass Zachäus etwas ganz außergewöhnliches getan hat und darum schenkt er ihm auch eine außergewöhnliche Begegnung. Dies macht die Liebe deutlich, die Gott allem schenkt, was er geschaffen hat. Denn Gott hasst zwar die Sünde, aber nicht den Sünder, der ja als Mensch ein Geschöpf Gottes ist. Gott ist immer wieder dazu bereit, einen Menschen anzunehmen, wenn er sich nur von Gott lieben lassen will. Das ist die wahre Schöpfungsordnung Gottes, dass über allem seine Liebe steht.
Machen wir uns einmal bewusst, wie wir auf andere Menschen blicken. Da gibt es zum einen prominente Persönlichkeiten. Presse und Fernsehen vermitteln uns ein Bild von diesen Menschen. Ah das ist der und der, sagen wir, wenn wir von ihnen hören. Sie gehen für uns ganz in ihrer Rolle auf und nur selten sehen wir den wahren Menschen hinter dieser Rolle. So hatte auch Zachäus eine Rolle in Jericho. Er war der oberste Zollpächter. Als solchen sah ihn das Volk. Aber den Menschen, der dahinter stand, kannten sie nicht. Jesus aber sieht diesen Menschen Zachäus mit seinen Freuden und Schmerzen, seinen Fragen und dem, was ihn bewegt. Diesen Menschen ruft Jesus vom Baum herab und kehrt bei ihm ein.

Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. (Lk 19,7-8)

Mit Zachäus geschieht nun etwas Außergewöhnliches. Umkehr nennen wir das auch und es ist wirklich eine Wende um 180 Grad. Zachäus ist bereit, auf seinen ganzen Reichtum, den er im Laufe der Jahre angehäuft hat, zu verzichten. Die eine Hälfte seines Vermögens schenkt er den Armen und die andere Hälfte wird wohl dafür drauf gehen, dass er denen, von denen er zu viel verlangt hat, dies vierfach ersetzt.
Die Menschen aber sind entsetzt. Wie kann Jesus gerade bei diesem Sünder einkehren. Sie wissen nichts von der Umkehr des Zachäus und wissen nur wenig von Gottes Barmherzigkeit. Auch heute können wir mit Gottes Barmherzigkeit wenig anfangen. Es ist leichter, nach vorgefertigten Mustern zu denken, als sich immer wieder seine vorgefasste Meinung auf den Kopf stellen zu lassen. Doch Jesus nachfolgen heiß auch, nie über einen Menschen geringschätzig zu denken oder ihn zu verurteilen, sondern immer neu mit dem Wunder der Barmherzigkeit Gottes zu rechnen.

Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Lk 19,9-10)

Soviel wir auch gesündigt haben, Gott ist immer wieder bereit, uns anzunehmen, wenn wir aufrichtig umkehren zu ihm. Er fragt auch uns heute:

Warum klagt ihr mich an, wenn ich Sünder aufrichte? Denn soweit entfernt von mir ist der Hass auf die Sünder, dass ich ihretwegen gekommen bin. Als Arzt bin ich gekommen, nicht als Richter; deshalb werde ich zum Gast der Kranken und ertrage ihren Gestank, um ihnen Heilmittel zu verschaffen. (Johannes Chrysostomus)

Jesus ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Lassen auch wir uns von Jesus finden, so wie Zachäus auf einen Baum gestiegen ist, damit Jesus ihn auf jeden Fall finden kann. Die Sünde muss sich verstecken, wer aber umkehrt und das Gute tut, der darf sich offen zeigen, auch wenn er sich dadurch vielleicht auch mal zum Narren macht. Das Ergebnis lohnt den Einsatz.

Zweiter Thessalonicherbrief

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Anders als beispielsweise beim ersten und zweiten Korintherbrief stellt der zweite Thessalonicherbrief nach Ansicht heutiger Exegeten keine Fortsetzung des Briefwechsels des Apostels Paulus mit der Gemeinde von Thessalonich dar, sondern ist eine gegen Ende des ersten Jahrhunderts verfasste Schrift eines unbekannten Autors, der im Namen und mit der Autorität des Apostels Paulus Irrlehren bekämpfen will, die sich zu seiner Zeit in der Kirche verbreiten, und die möglicherweise auf eine Fehlinterpretation der Lehre über die Auferstehung zurückgehen, die Paulus im ersten Thessalonicherbrief formuliert hat.

Das Präskript des zweiten Thessalonicherbriefes weist eine starke Ähnlichkeit zu dem des ersten Thessalonicherbriefes auf, wie sie sich sonst unter den Paulusbriefen nicht findet. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Autor damit die Leser von der Echtheit des Briefes überzeugen möchte. Betrachtet man die beiden Briefe näher, so zeigen sich auch auffällige Parallelen in der Gliederung. Der Verfasser von 2Thess muss also 1Thess gekannt haben, jedoch findet sich kein Verweis auf einen Vorgängerbrief.

Jeder Abschnitt in 2Thess hat ein Gegenstück in 1Thess, jedoch setzt 2Thess bei der Argumentation seines Schwerpunktthemas, der Frage nach der Parusie, der Wiederkunft des Herrn, ganz neue Akzente. Auch der Hinweis auf die persönlichen Bezüge zwischen Apostel und Gemeinde, die in 1Thess zum Ausdruck kommen, fehlen in 2Thess, und der Brief wirkt im Gegensatz zu 1Thess viel unpersönlicher.

Nach dem Gruß folgt der Dank des Verfassers und der Ausdruck seiner Freude über den Zustand der Gemeinde. Ähnlich positiv hat sich Paulus in 1Thess geäußert. Die Freude über die Standhaftigkeit der Gemeinde in den Verfolgungen nutzt der Verfasser als Überleitung zu seinem Hauptthema, der Frage nach der Wiederkunft des Herrn und dem damit verbundenen Gericht Gottes. Hier formuliert 2Thess unabhängig von 1Thess sein eigenes Anliegen. In der sogenannten kleinen Apokalypse spricht der Brief vom gerechten Gericht Gottes und seiner Vergeltung denen gegenüber, die die Gemeinde bedrängen.

Anders als in den hoffnungsvollen Bildern des 1Thess wird hier ein düsteres Bild des Göttlichen Gerichts gezeichnet, in dem klar zwischen Heil und Unheil, Rettung und Verderben unterschieden wird. Angesichts des drohenden Gerichts betet der Verfasser für die Gemeinde und bittet Gott, dass er diese ihrer Berufung würdig mache und den Glauben und dem Willen zum Guten in den Gläubigen vollenden möge.

Wir beten immer für euch, dass unser Gott euch eurer Berufung würdig mache und in seiner Macht allen Willen zum Guten und jedes Werk des Glaubens vollende. So soll der Name Jesu, unseres Herrn, in euch verherrlicht werden und ihr in ihm, durch die Gnade unseres Gottes und Herrn Jesus Christus. (2Thess 1,11-12)

Das Leben der Gläubigen auf Erden und vor allem ihr Übergang in das einstige ewige Leben soll eine Verherrlichung des Namens Jesu sein. Anders als 1Thess mit seinen vielfältigen Anweisungen für das Gemeindeleben sieht 2Thess das Ziel christlichen Lebens jedoch primär im Jenseits, in der eschatologischen Vereinigung der Gläubigen mit Jesus Christus. Dieses Einswerden der Gläubigen in Jesus Christus ist die Berufung der Christen.

Christus, lebe du in mir.
Unterwirf mein Leben den Gesetzen deines Lebens.
Mach mein Leben deinem Leben gleich.
Lebe du in mir, bete du in mir, leide du in mir.
Mehr verlange ich nicht.
Denn wenn ich dich habe, bin ich reich.
Wer dich gefunden hat,
hat die Kraft und den Sieg seines Lebens gefunden.

Karl Rahner

Gott als Richter

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Gott ist ja der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung. Der Herr ist der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung. Er ist nicht parteiisch gegen den Armen, das Flehen des Bedrängten hört er. Er missachtet nicht das Schreien der Waise und der Witwe, die viel zu klagen hat.

Rinnt nicht die Träne über die Wange und klagt nicht Seufzen gegen den, der sie verursacht? Denn von der Wange steigt sie zum Himmel empor, der Herr achtet darauf und es missfällt ihm. Die Nöte des Unterdrückten nehmen ein Ende, das Schreien des Elenden verstummt. Das Flehen des Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist. Es weicht nicht, bis Gott eingreift und Recht schafft als gerechter Richter. (Sir 35,15-22)

Gott als Richter, dieses Bild war noch vor einigen Jahren viel stärker verbreitet als heute. Man möchte heute nicht mehr so gern vom Gericht Gottes reden in einer Gesellschaft, in der es kaum mehr Grenzen gibt. Ein Gott, der über alles hinweg sieht und alles verzeiht, erscheint da viel populärer.

Doch wo führt es hin, wenn es keine Grenzen mehr gibt? Werden dann nicht bald gewisse Menschen diese Freiheit missbrauchen, um ihren Vorteil daraus zu ziehen? Unmerklich schnürt sich auch heute das Netz um unsere ach so freie Gesellschaft und viele gehen freiwillig in den Käfig, der aus den Daten gesponnen wird, die sie so sorglos über sich preisgeben. Und dann ist es plötzlich wieder da, das Gericht, nun besetzt von selbsternannten Richtern, die sich ungefragt über das Tun ihrer Mitmenschen erheben.

Die Worte vom richtenden Gott, die Jesus Sirach schreibt, sollten den Menschen Trost geben. Die damalige Zeit kannte noch keine unabhängigen Gerichtsverfahren wie sie in unserem Rechtsstaat üblich sind. Oft waren die Richter bestechlich. Wer mehr zahlen konnte, bekam Recht, auch wenn er im Unrecht war. So war es für arme Menschen nahezu unmöglich, ihr Recht durchzusetzen.

Gott ist nicht bestechlich. Er lässt sich nicht davon beeinflussen, wie viel einer geben kann. Es war zu allen Zeiten üblich, Gott Opfer zu bringen, es gab den Zehnten, den jeder an den Tempel oder die Kirche zu entrichten hatte. Das gehörte zur Ordnung der Gesellschaft, in der auch die Priester ihren festen Platz hatten.

Aber wenn einer in Not ist, dann hilft Gott ohne Ansehen der Person. Er wird den Reichen nicht ungestraft lassen, der das Geld für seine zahlreiche Opfer durch die Ausbeutung anderer erworben hat. Gott schaut nicht auf das Opfer, sondern auf das Herz. Und wenn ein Armer mit reinem Herzen zu ihm ruft, so wird Gott dessen Ruf eher vernehmen als das Gebet eines Menschen, der Opfer anhäuft, dessen Herz aber nicht rein ist vor Gott.

Gottes Urteile sind gerecht, weil er die Menschen bis in ihr tiefstes Inneres kennt. Vor menschlichen Richtern kann manches verborgen bleiben. Gott aber weiß alles. Er ist unbestechlich, weil er selbst keinen Vorteil hat aus den Gaben, die Menschen ihm darbringen. Auch die Freundschaft mit Mächtigen vermehrt seine Größe nicht. Gott ist groß, auch wenn er nur der Gott der armen und einfachen Menschen ist. Geben wir uns vertrauensvoll in seine Hände

Barmherziger Gott, Richter der Welt,

du bist unbestechlich in deinem Maßstab,

doch voller Erbarmen in deinem Urteil.

Vergib uns,

dass wir aus Sorge um unseren Vorteil

das Unrecht oft nicht klar benennen,

und nicht so handeln, wie du es uns lehrst.

Wir nutzen unsere Möglichkeiten zu wenig,

um etwas zu ändern an unserem Leben

und an den Verhältnissen dieser Welt.

Gib, dass uns nicht die Macht blendet,

sondern dass wir für die Freiheit eintreten

und gegen Not und Unterdrückung kämpfen.

Gott, dir können wir nichts vormachen.

Sende dein Licht und deine Wahrheit,

dass sie uns leiten zu neuer Klarheit.

Schenke uns den Mut, ehrlich und

konsequent die Gerechtigkeit zu leben.

Das Gebet des Mose (Ex 17,8-13)

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Israel ist nach dem Auszug aus Ägypten bereits mehrere Monate in der Wüste unterwegs. Vieles ist seither geschehen. Das Volk hat mehrere Durststrecken hinter sich, auf denen Gott lebenspendendes Wasser geschenkt hat. Täglich findet das Volk Manna als Nahrung in der Wüste und ab und zu gibt es auch Fleisch durch vorüberfliegende Wachtelschwärme. Aber alles in allem ist es ein beschwerlicher Weg und mehr als einmal waren die Israeliten drauf und dran, lieber wieder in die Sklaverei nach Ägypten zurückzukehren, als den ungewissen Weg in ein neues Land zu suchen.

Bei all den Strapazen stellt sich dem Volk nun auch noch ein Feind in den Weg und sucht den Kampf mit Israel. Es handelt sich um die Amalekiter, die fortan als Erzfeind des Volkes Israel gelten. Über die Amalekiter lässt sich historisch wenig sagen, da sie in außerbiblischen Quellen bisher nicht eindeutig identifiziert werden konnten. Sie werden uns im Alten Testament als räuberisches Nomadenvolk vorgestellt, das in den Gegenden zwischen Ägypten und dem Gelobten Land lebt.

Die Amalekiter werden als Teil der Edomiter gesehen. Esau, der Bruder Jakobs, wird in den Geschlechterlisten des Alten Testaments als Stammvater der Edomiter genannt. Amalek ist ein Enkel Esaus und gehört zu den Häuptlingen Edoms. Der Krieg gegen die Amalekiter durchzieht als blutige Spur die Geschichte Israels bis in die Königszeit hinein und der Befehl zur Ausrottung der Amalekiter gilt als göttliches Gebot. Dies zeigt, wie tief der Hass zwischen den beiden Völkern ist. Psalm 83 nennt Amalek in einer Reihe anderer Völker als Repräsentant der feindlichen Völkerwelt, ja der Chaosmächte schlechthin, die Israel bedrohen und als Volk auslöschen wollen.

Die Erzählung in Ex 17,8-16 begründet die Erzfeindschaft zwischen Amalek und Israel und gilt zugleich als theologische Lehrerzählung die Kraft des Gebets. Auf Geheiß des Mose wählt Josua mehrere Männer als Krieger aus, um gegen Amalek in den Kampf zu ziehen. Doch das Kriegsglück Israels entscheidet nicht allein der Kampfgeist dieser Männer. Während Josua mit seinen Männern in den Kampf zieht, steigt Mose zusammen mit Aaron und Hur auf einen Berg, von dem aus er die Schlacht überblicken kann.

Das inständige Gebet des Mose entscheidet schließlich die Schlacht, denn solange Mose seine Hände mit dem Gottesstab, der schon den Weg durch das Rote Meer gebahnt hat, erhoben hat, ist Israel stärker. Verständlicherweise geht Mose nach einiger Zeit die Kraft aus, seine Hände drohen zu sinken, sobald er aber die Hände sinken lässt, gewinnt Amalek an Macht. Aaron und Hur bringen daraufhin einen Stein herbei, auf den Mose sich setzen kann und stützen seine Arme zu beiden Seiten. So geht Israel schließlich siegreich aus dem Kampf hervor.

Gott hat den Sieg gewirkt durch die Anführer Israels, die einander gegenseitig beigestanden sind. Josua mit seinen Männern hätte den Kampf nicht gewonnen, wenn Mose nicht inständig für den Sieg gebetet hätte. Mose hätte nicht die Kraft zu diesem Gebetsbeistand gehabt, wenn ihn nicht Aaron und Hur gestützt hätten. So sind alle aufeinander angewiesen und in dieser Solidarität wirkt Gottes Kraft. Israel soll erkennen, dass es gegen seine Feinde nur bestehen kann, wenn es diese Solidarität untereinander verbunden mit dem festen Glauben an Gott bewahrt.

Auch für uns heute ist diese Erzählung ein Beispiel für die Kraft des Gebetes. Gebet, das ist gegenseitiger Beistand. Gott will, dass wir seine Kraft durch unser Zusammenwirken erfahrbar werden lassen.

Unser Beten

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Du Glanz der Herrlichkeit des Vaters, du Licht vom wahren Licht und du Quelle allen Glanzes, du Tag, der den Erdentag erleuchtet, du wahre Sonne, sende dein Licht auf uns herab, mit deiner urewigen Herrlichkeit und offenbare unseren menschlichen Sinnen das Feuer des Allheiligen Geistes! Darum bitten wir dich von ganzem Herzen, du Vater der ewigen Herrlichkeit, du Vater der mächtigen Gnade.
Beschütze uns vor den Angriffen des Bösen! Erfülle uns mit deiner Stärke und beschütze uns vor unseren Hassern! Schenke uns Halt in unseren Nöten und schenke uns allen eine hilfreiche Hand. Erleuchte und lenke unser Denken in einem gereinigten Leib, der dir dein Diener ist. Lass unseren Glauben stark werden und besiege allen Irrtum.

Hl. Ambrosius von Mailand

O Christus, unser Gott, der du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebetet und verherrlicht wirst, du Langmütiger, du Barmherziger und du Huldvoller, der du die Gerechten liebst und dich über die Sünder erbarmst, der du alle zur Errettung rufst durch die Verheißung der zukünftigen Güter, du selbst, o Herr, nimm die Gebete an, die wir dir in dieser Stunde darbringen, und wende unser Leben deinen Geboten zu. Heilige unsere Seelen, reinige unsere Leiber, bringe unser Denken in Ordnung, mache unsere Gesinnungen rein und erlöse uns von aller Trübsal, Bosheit und Qual. Beschirme uns durch deine heiligen Engel, damit wir, durch ihre Schar bewacht und geführt, zur Einigung im Glauben und zur Erkenntnis deiner unaussprechlichen Herrlichkeit gelangen. Denn du bist gepriesen in die Ewigkeiten der Ewigkeiten. Amen.

Hl. Basilius der Große

Das Flehen der Witwe (Lk 18,1-8)

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Jesus will den Glauben und den Mut der Jünger stärken. Es scheint manchmal so hoffnungslos zu sein, eine Welt, in der statt Gerechtigkeit das Recht des Stärkeren regiert, eine Gesellschaft, die nicht nach Gott fragt, Menschen, die den Jüngern ablehnend gegenüberstehen. Wie soll das weiter gehen? Wer kann gerettet werden? Wie können wir Zeugen für Gottes Liebe sein und Glaube und Gerechtigkeit unter den Menschen stärken?

Gott wird Hilfe bringen. Jesus sagt den Jüngern: Schaut her, da in ein gottloser Richter, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist, der bei den Reichen ein und aus geht und selbst ein großes Vermögen hat. Und da ist eine arme Witwe. Jemand hat ihr wohl zu Unrecht auch noch das wenige weggenommen, das sie besaß. Vielleicht war es ein kleines Vermögen ihres verstorbenen Mannes, auch das ein anderer Anspruch erhoben hat. In einem Gerichtsverfahren hätte die Witwe Aussicht auf Erfolg. Aber ein solches Verfahren kostet Geld. Vielleicht gehört ihr Gegner auch zu den Reichen und Mächtigen, so dass keiner sich mit ihm anlegen möchte. Wen kümmert schon das Schicksal einer armen Witwe.

Doch sie gibt nicht auf. Jeden Tag läuft sie auf der Straße hinter dem Richter her, um ihn anzuflehen. Er wendet ihr keinen Blick zu, seine Diener halten die Frau zurück, aber doch wird ihm die Sache langsam lästig. Irgendwann erwischt ihn die Frau doch und sie könnte ihm ins Gesicht schlagen. Das wäre eine Schande vor allen Leuten. Daher gibt er eines Tages nach. Nicht, weil er Gott fürchten würde oder der Frau etwas Gutes tun wollte, einfach nur aus eigenem Interesse, damit er endlich Ruhe vor ihr hat.

Wenn schon der gottlose Richter der Frau hilft, sagt Jesus seinen Jüngern, wie viel mehr wird Gott denen helfen, die ihn bitten! Gott liebt die Menschen. Er will uns Gutes tun. Vielleicht liegt es eher an unserem Kleinglauben, dass Gott nicht hilft? Jesu Warnung am Ende des Gleichnisses sollte uns zu denken geben. Nicht Gott verlässt die Menschen, Gott kann nichts Gutes tun, wenn die Menschen nicht an seine Hilfe glauben.

Du bist erhört worden? Danke deswegen Gott, weil du erhört worden bist. Du bist nicht erhört worden? Bleibe in Gottes Nähe, um erhört zu werden.

Hl. Johannes Chrysotomus

Prophet Elischa (2)

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Naaman ist ein erfolgreicher Feldherr des Königs von Damaskus. Er hat schon so manche Schlacht gewonnen und reiche Beute gemacht. Als Kriegsbeute ist auch ein junges Mädchen aus Israel in sein Haus gekommen. Doch nun ist Naaman krank. Er ist von einer Hautkrankheit befallen und muss sich schämen, in die Öffentlichkeit zu treten. Ein Feldherr, der sich nicht mehr vor seinen Soldaten zeigen kann, wird nicht mehr lange in der Gunst des Königs stehen. Er wird vieles versucht haben, um gesund zu werden, jedoch ohne Erfolg. Da erzählt das Mädchen aus Israel der Frau des Naaman von einem Propheten in Israel, der Wunder wirken kann. Es ist schon sonderbar, dass ein Ausländer, dessen Land mit Israel in Feindschaft lebt und der nichts mit dem Gott Israels zu tun hat, ausgerechnet in Israel Heilung sucht. Aber es ist Naamans letzte Hoffnung.

Naaman holt sich zunächst von seinem König die offizielle Erlaubnis, nach Israel reisen zu dürfen. Zudem nimmt er wertvolle Geschenke mit. Doch wohin soll er in Israel gehen? Er kannte das Land bisher nur von seinen Kriegszügen. Als hoher Beamter geht er zunächst in die Hauptstadt und bittet um eine Audienz beim König. Es gibt Könige, die zugleich Propheten sind und heilen können, wie die großen Könige David und Salomo. Der König Joram aber, der nun auf Davids Thron sitzt, ist ein Stümper. Hier zeigt sich deutlich die Kritik des Geschichtsschreibers am verkommenen Königtum in Israel. Er will auch gar nicht als Prophet gelten, was seine Empörung über das Ansinnen des Naaman beweist.

Der Prophet Elischa steht in engem Kontakt zum Königshaus und hat bemerkt, dass hier etwas Eigenartiges vorgefallen ist. Er lässt daher zum König schicken. Ja, es gibt einen Propheten in Israel. Auch wenn der König ein Stümper ist und nichts vom Gott Israels hält, so ist doch Gott in seinem Volk machtvoll am Wirken. Er lässt Naaman zu sich an den Jordan kommen, geht ihm aber nicht selbst entgegen. Über einen Diener schickt er Naaman die Nachricht, wie er gesund werden kann: er soll siebenmal im Jordan untertauchen.

Nun wird Naaman unwillig. Was soll das. Zunächst wird er vom König enttäuscht. Dann macht er sich auf den beschwerlichen Weg weiter ins Landesinnere zum Jordan, um dem großen Propheten zu begegnen, und dann hält es dieser Prophet nicht einmal für nötig, ihn persönlich zu begrüßen, ihn, den großen Feldherren aus Damaskus, der sich eigens auf den Weg gemacht hat in dieses armselige Land, um dem Propheten seine Aufwartung zu machen. Und überhaupt, er soll sich im Jordan waschen, in diesem schmutzigen Rinnsal, das man im Vergleich zu den großen Strömen von Damaskus gar nicht als Fluss bezeichnen kann. Warum ist er nur hierhergekommen. Sein Stolz macht ihn blind, doch seine Begleiter reden ihm zu und schließlich macht er doch, was der Prophet im gesagt hat.

Wer Heilung sucht, muss bereit sein, über seinen Schatten zu springen. Heilung kann ganz einfach sein, und gerade daher ist sie so schwer. Lieber hätte Naaman sein ganzes Vermögen ausgegeben und alle möglichen harten Übungen vollzogen, hätte lieber qualvolle Operationen über sich ergehen lassen, als diese primitive Handlung, einfach in den Jordan zu tauchen. Aber er tut es doch und findet Heilung.

Als Naaman merkt, dass er geheilt ist, kehrt er zum Propheten Elischa zurück. Nun erst kommt es zur Begegnung zwischen den beiden. Erst die Bereitschaft des Naaman, dem Wort Elischas zu folgen, macht diese Begegnung möglich. Naaman hat erfahren, dass es einen Gott gibt in Israel. Er ist bereit, diesem Gott zu dienen. Die Heilung hat sein Leben verändert.

Naaman will Gott dienen. Damals war die Überzeugung verbreitet, dass man einem Gott nur in seinem Land dienen kann. Mit der Erde nimmt Naaman einen Teil des Heiligen Landes mit in seine Heimat. Hier kann auch er dann den Gott Israels verehren.Wem Heilung geschenkt wird, der muss auch dankbar sein. Dankbar für das Wunder, das sich ereignet hat. Naaman will Elischa all seine Schätze schenken. Doch Elischa lehnt ab. Die Schätze des Naaman haben für ihn keine Bedeutung. Was zählt ist der Glaube an Gott, den Naaman erfahren hat.

Heilung ist ein Geschenk, das wir nicht kaufen können. Viele machen ein Geschäft mit der Angst der Menschen. Viele Menschen geben lieber Unsummen aus, als sich beschenken zu lassen. Beschenkt werden, wie geht das? Natürlich würde jeder sagen, dass er lieber beschenkt wird, als zu bezahlen. Aber im konkreten Leben verhalten wir uns dann ganz anders. Wir wollen lieber selbst etwas machen, als zuzulassen, dass etwas an uns geschieht. Das könnte uns ja wirklich verändern. Nein, das wollen wir nicht. Nur wer bereit ist für einen möglichen Neuanfang, kann sich auch beschenken lassen.

Dankbarkeit ist demütig genug, sich etwas schenken zu lassen. Der Stolze nimmt nur, was ihm zukommt. Er weigert sich, ein Geschenk zu empfangen. (Dietrich Bonhoeffer)

Die Heilung des Naaman ist auch ein Vorausbild auf die Taufe. In der Taufe müssen wir nichts tun. Wir müssen einfach nur bereit sein für das Wasser, das über uns ausgegossen wird. Dieses Wasser und die Anrufung des dreifaltigen Gottes waschen uns rein von allen Sünden. Wir werden zu einem neuen Menschen, der nun ganz zu Gott gehört.
Das Geschenk des Glaubens ist umsonst. Es fordert ein Leben in Gerechtigkeit. Zu leicht versuchen sich die Menschen von dieser Forderung des Glaubens loszukaufen, indem sie Geschenke machen. Ich habe dem Haus Gottes dies und jenes gespendet. Das ist mein Zeichen des Glaubens. Bin ich nicht gut? Ist das nicht mehr wert, als ein Leben in Gerechtigkeit? So aber geht die Kraft des Glaubens verloren.

Herr, lass uns den Glauben treu zu bewahren. Hilf uns, in der Kraft des Glaubens zu leben. Lass unser Leben ein Zeugnis deiner Liebe und deiner machtvollen Gegenwart unter den Menschen sein. Lass uns Menschen sein, die Heilung erfahren und selbst Heilung schenken in der Kraft des Glaubens an dich, den einen Herrn.

Prophet Elischa (1)

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Elischa nahm den Mantel, der Elija entfallen war, schlug mit ihm auf das Wasser und rief: Wo ist der Herr, der Gott des Elija? Als er auf das Wasser schlug, teilte es sich nach beiden Seiten und Elischa ging hinüber. (2Kön 2,14)

Unmittelbar nach der Entrückung des Elija (2Kön 2) berichtet uns das zweite Buch der Könige von dem Propheten Elischa. Bereits in 1Kön 19 haben wir von seiner Berufung durch Elija gehört. Dort wird Elischa als junger Mann aus vornehmem Haus vorgestellt, was aus den zwölf Rindergespannen deutlich wird, mit denen Elischa auf dem Feld arbeitet. Elischa tritt in den Dienst des Elija und wird von diesem zu seinem Nachfolger erwählt. Zwei Drittel des Geistes des Elija gehen auf Elischa über, was dem Anteil entspricht, den der Erstgeborene vom väterlichen Erbe erhält. Zudem hinterlässt Elija ihm seinen Mantel als Zeichen der Prophetenwürde.

Wenn auch von Elischa mehr Wundertaten berichtet werden als von Elija, so ist doch die Nachwirkung des Elija weit größer als die des Elischa. Elija wird dreißig Mal im Neuen Testament erwähnt, Elischa nur ein einziges Mal (Lk 4,27). Doch werden die Taten des Elischa, vor allem sein Brotwunder, die Totenerweckung und die Heilung des an Aussatz erkrankten Naaman, als Vorausbilder der Wunder Jesu gesehen.

Elischa trat im Nordreich Israel vor allem unter König Joram (851-845 v.Chr.) aus der Omridendynastie auf. Neben seinen Wundertaten im Volk nahm er auch starken Einfluss auf die Politik. Er ließ durch einen seiner Schüler einen Mann namens Jehu zum König salben (Jehu von Israel 841-813). Dieser bereitete der Dynastie der Omriden ein blutiges Ende, indem er König Joram von Israel und seinen Neffen Ahasja, der König von Juda war, töten ließ, und zudem das ganze Haus Ahab auslöschte zusammen mit Isebel, die als Frau des Ahab den Baalskult förderte und so in Israel zum sprichwörtlichen Zeichen des Götzenkultes geworden war. Jehu löschte auch den Baalskult aus, was ihm im deuteronomistischen Geschichtswerk viel Lob eingebracht hat. Der Prophet Hosea jedoch kritisiert sein brutales Vorgehen gegen das Haus Ahab (Hos 1,4). Von Elischa hören wir erst wieder unter König Joasch von Israel (797-782). Dieser besucht den Propheten, als er im Sterben liegt.

Elischa war auch außerhalb Israels bekannt. In 2Kön 3 wird davon berichtet, wie Elischa die Könige Joram von Israel und Joschafat von Juda in ihrem Kampf gegen die Moabiter unterstützt. Auch das nördlich von Israel gelegene Aramäerreich mit der Hauptstadt Damaskus war mit Israel verfeindet. Dennoch kommt Naaman, ein hoher Beamter des Königs von Damaskus, nach Israel, um sich dort heilen zu lassen (2Kön 5). In 2Kön 6 ist davon die Rede, dass Elischa auf Grund seiner prophetischen Schau dem König von Israel Hinweise auf einen Hinterhalt der Aramäer gibt. Diese wollen Elischa daraufhin gefangen nehmen, was ihnen aber nicht gelingt. Später geht Elischa selbst nach Damaskus, um den kranken König Ben-Hadad zu besuchen. Dort begegnet er auch Hasael. Er verheißt diesem, dass er König von Damaskus werden wird und Israel viel Schaden zufügen wird. Kurz darauf ermordet Hasael den König Ben-Hadad und tritt dessen Nachfolge an.