Thomas (1)

O2A_Wunden

Weil aber ihr Glaube noch schwankte beim Anblick seines Leibes, den sie sehen konnten, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Nägel hatten seine Hände durchbohrt, die Lanze seine Seite geöffnet: Hier blieben die Spuren der Wunden erhalten, um die Herzen der Zweifelnden zu heilen. (Gregor der Große)

Verwundet geht Jesus in den Himmel ein. Die Wunden, die ihm die Menschen zugefügt haben, bleiben an seinem verklärten Auferstehungsleib in Ewigkeit.

Liebe macht verwundbar. Was könnte ein deutlicheres Zeichen dafür sein, dass Gott es ernst gemeint hat mit seiner Liebe zu uns Menschen, als die Wundmale Jesu?

Mit ihnen gehen alle Schmerzen und Verletzungen, die Menschen einander zufügen, für immer ein in Gottes Herrlichkeit.

Aus Liebe verwundet kehrt Gottes Sohn zum Vater zurück. Die Wundmale am verklärten Leib zeigen den Sieg der Liebe über allen Hass. Wenn auch rein irdisch gesehen der Schmerz und das Leid das letzte Wort haben, so sehen wir doch im Licht der Auferstehung, dass allein die Liebe bleibt.

Die Erfahrung der Macht der Liebe gab den Aposteln und Glaubenszeugen durch die Jahrhunderte hinweg die Kraft, den Glauben wider alle Anfeindungen zu verkünden. Lassen wir auch in uns die Erfahrung der Macht der Liebe immer mehr wachsen, um so glaubhafte Zeugen der Auferstehung Jesu zu sein.

Das Evangelium gehört denen, die Hoffnung haben, die an Jesus glauben, an das Leben, das Licht und Freude wird.

Das Evangelium des Johannes ist ein Evangelium des Lebens, die Botschaft von Christus, der auferstanden ist in unsere Mitte, damit wir Leben haben, in das wir eintreten, wenn wir in seinem Namen glauben. Darin ist die Erfahrung der Begegnung mit dem lebendigen Herrn zusammengefasst. (Carlo M. Martini)

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