Osterhoffnung

Gott allen Trostes,

Tod und Auferstehung deines geliebten Sohnes haben die Menschheitsfamilie für immer verändert.

Meine Hoffnung als Christ gründet darin, dass der Auferstandene Herr immer gegenwärtig ist –

in meinem Leben und in der Gemeinschaft, zu der ich gehöre, ja überall auf der Welt.

In dieser Hoffnung kann ich meinen Lebensweg gehen, zusammen mit meinen Brüdern und Schwestern –

im Vertrauen, dass du mich und uns alle über alles liebst.

Joseph Bernardin

Marienmonat Mai

maria_mai_3.jpgMaria Maienkönigin,

dich will der Mai begrüßen.

O segne seinen Anbeginn

und uns zu deinen Füßen! 

Der Mai ist in besonderer Weise der Monat der Jungfrau Maria. Wir ehren die Muttergottes durch besondere Andachten und Gebete. Als Frühlingsmonat hat der Mai schon seit jeher im Brauchtum eine besondere Bedeutung. Das junge Grün und die Fülle der Blüten, die er hervorbringt, die neue Lebensfreude, wem ist sie besser geweiht als der Muttergottes, die uns den Herrn des Lebens geboren hat! Schon im Mittelalter wird Maria liebevoll “Rose ohne Dornen” und “Schönste aller Blüten” genannt.

Die heute bekannte Form der Maiandachten entstand im 18. Jahrhundert. 1784 feierte der Kamillianer-Orden in der oberitalienischen Stadt Ferrara die erste Maiandacht. Im folgenden Jahrhundert verbreitete sich diese Form der Marienverehrung und setzte sich schließlich weltweit in der katholischen Kirche durch. Auf deutschem Boden fand die erste Maiandacht 1841 im Kloster der “Guten Hirtinnen” bei München statt. Innerhalb weniger Jahre folgten die deutschen Diözesen dem Beispiel der Ordensschwestern.

Hl. Athanasius von Alexandrien (um 300 – 373)

Athanasius war von 328 bis 373 Bischof von Alexandrien in Ägypten. Gegen die Irrlehrer seiner Zeit, die in Jesus Christus nur ein besonderes Geschöpf Gottes sahen, ist er der große Kämpfer für den wahren Glauben, der Jesus Christus bekennt als „wahren Gott aus wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich dem Vater“.

Das ist der Glaube, den das Konzil von Nizäa (325) formuliert hat und der bis heute in der Kirche verkündet wird. Für diesen Glauben war Athanasius bereit, fünf Mal in die Verbannung zu gehen, unter anderem bis in das ferne Trier, damals von Ägypten aus eine abenteuerliche Reise bis ans Ende der Welt. Warum hat er all dies für seinen Glauben auf sich genommen?

Ihm ging es um die Wahrheit, die allein den Menschen frei macht. Nur wenn Gott wirklich Mensch geworden ist und wenn Jesus Christus wirklich Gott von Gott ist, Gott wesensgleich, kann der Mensch eintreten in eine lebendige Beziehung zu Gott. Wäre Christus nicht wahrer Mensch und wahrer Gott, so bliebe der wahre Gott stets für die Menschen unzugänglich. Nur wenn Gott wirklich Mensch geworden ist, ist er wirklich der „Gott mit uns“, den uns die Schrift verkündet.

„Er wurde, was wir sind, damit er aus uns machen könne, was er ist.“

„Das Wort Gottes wurde Mensch, damit wir zur Erkenntnis des unsichtbaren Vaters gelangen. Er selbst hat die Gewalt der Menschen ertragen, damit wir die Unsterblichkeit erfahren.“

„Der allheilige Sohn des Vaters hat als Bild des Vaters unter uns gewohnt, um den nach seinem Bild erschaffenen Menschen zu erneuern und ihn, der verloren war, durch die Nachlassung der Sünden wiederzufinden, wie er auch selbst in den Evangelien sagt: Ich bin gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren war (Lk 19,10).“

Um diese Rettung des Menschen ging es Athanasius. Der Mensch liegt Gott wirklich am Herzen. Er hat sich nicht eines Geschaffenen bedient, und sei dieser noch so erhaben, um die Menschen zu erlösen, sondern ist selbst unter uns Mensch geworden, um die Menschen zu retten.

Josef, der Arbeiter

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„Das Vorbild des hl. Josef ist für uns alle ein eindringlicher Aufruf, die Aufgabe, die uns von der Vorsehung anvertraut wurde, in Treue, Einfachheit und Bescheidenheit zu erfüllen. Ich denke vor allem an die Familienväter und -mütter, und ich bete dafür, dass sie die Schönheit eines einfachen, arbeitsamen Lebens stets zu schätzen wissen, indem sie ihre eheliche Beziehung sorgfältig pflegen und ihren großen und nicht einfachen Erziehungsauftrag mit Begeisterung wahrnehmen.“ (Benedikt XVI.) 

Heiliger Josef! Du bist das Vorbild aller Arbeiter.

Beschütze die Arbeiter der ganzen Welt, damit sie durch ihre unterschiedlichen Berufe zum Fortschritt der gesamten Menschheit beitragen!

Hilf jedem Christen, den Willen Gottes vertrauens- und liebevoll zu erfüllen, um auf diese Weise an der Vollendung des Heilswerks mitzuarbeiten.

Erbitte mir die Gnade, dass ich gewissenhaft arbeite und die Erfüllung meiner Pflicht höher stelle, als meine persönlichen Neigungen. Lass mich dankbar und freudig die mir von Gott verliehenen Talente anwenden und entfalten.

Heiliger Josef, bitte für uns!

Die wahre Marienverehrung

montfort.jpgLudwig Maria Grignion de Montfort über die wahre Marienverehrung:

Die wahre Marienverehrung ist innerlich:

Sie kommt aus Geist und Herz, aus der Wertschätzung für Maria, aus dem tiefen Eindruck, den man von ihrer Größe gewonnen hat, und aus der Liebe zu ihr.

Die wahre Marienverehrung ist innig:

Sie ist voll Vertrauen, dem gleichen Vertrauen, das ein Kind seiner Mutter entgegenbringt.

Die wahre Marienverehrung ist heilig:

Sie hilft, die Sünde zu meiden und die Tugenden Mariens nachzuahmen.

Die wahre Marienverehrung ist beständig:

Sie bestärkt die Seele im Guten, hilft ihr, nicht so leicht das Gebet aufzugeben und schenkt ihr den Mut, den Versuchungen Widerstand zu leisten.

Die wahre Marienverehrung ist uneigennützig:

Sie bewegt die Seele dazu, nicht sich selbst zu suchen, sondern allein Gott in seiner heiligen Mutter. Ein wahrer Marienverehrer dient dieser erhabenen Königin nicht aus Gewinnsucht oder Eigennutz, um zeitlicher oder ewiger, materieller oder geistiger Vorteile willen, sondern einzig deshalb, weil sie verdient, dass man ihr dient und in ihr Gott allein.

Quelle des Heils

Meine Seele warf sich vor Dir hin, meine schwache und entstellte Seele, unrein und angesteckt von vielen Fehlern und Leidenschaften. Aber Du, mein Erlöser, öffnetest mir Dein Herz in einer solchen Weise, dass es mir war, als sähe ich in dieses Herz hinein, und Du ludest mich ein und befahlst mir, von dieser Quelle des Heils zu trinken.

Hl. Petrus Kanisius

Den Namen Jesus verkünden

bernhardin_siena.jpg„Der Name Jesus ist der Glanz der Prediger, weil er das Verkündigen und das Hören des Gotteswortes zum hellen Leuchten bringt. Woher, meinst du, kommt auf dem ganzen Erdkreis so schnell und glühend das Licht des Glaubens, wenn nicht dadurch, dass Jesus verkündigt wird? Hat Gott uns nicht durch die Lieblichkeit dieses Namens in sein wunderbares Licht gerufen? Wir sind erleuchtet, wir schauen das Licht in seinem Licht.

Daher muss dieser Name verkündet werden, damit er leuchtet und nicht verschwiegen wird. Aber der Name darf nicht mit einem unreinen und befleckten Mund ausgesprochen werden. Er muss in einem erlesenen Gefäß aufbewahrt und aus ihm heraus verkündet werden.“

Bernhardin von Siena